Mittwoch, 30. September 2015

Tag 5: Gefräßige Hirsche und monströse Buddhas in Nara

Für den Sonntag wollten wir uns etwas ruhiges aussuchen und sind nach Nara gefahren. Der Ort wurde uns vor allem von einem befreundeten Paar meiner lieben Freundin C. empfohlen. Vor allem wegen der vielen Hirsche, die man dort streicheln und füttern konnte. Gleichzeitig wollten wir uns auch die ganzen Tempelanlagen ansehen und ein bisschen in den Wäldern umher streifen.

Yakushi-Ji Tempel

Gierige und aufdringliche Hirsche


Nara ist wirklich ein kleiner Ort im Verhältnis zu Kyoto, aber es ist wirklich viel los dort. Grund sind natürlich die Hirsche im Park und so strömen dort echt viele Touristen durch. Der Weg war auch schnell zu finden und schnell fand man auch einen ganzen Haufen Hirsche, die die Touristen wegen der Kekse anfallen. Die Hirschkekse konnte man vor Ort für 150Yen erwerben. Es waren ca. 10 Kekse, die verdammt schnell weg waren. Und wenn man nicht aufpasste, rissen einem diese kleinen gierigen Monster die Dinger aus der Hand.

Hirschbulle mit abgesägtem Geweih

zahme Hirschkuh


Eigentlich waren die Hirsche aber sehr niedlich und auch genügsam. Es gab Jungtiere und auch ältere, aber man musste sich in Acht nehmen, weil die Geweihe nicht spaßig waren. Den älteren Hirschen wurde das Geweih auch vorsichtshalber abgesägt. Das ist auch gut so, wenn ich daran denke, dass mich ein Hirsch von hinten etwas ruppig angestupst hat. Zum Glück war es nur eine Hirschkuh, aber so ein Hirschbulle hätte wahrscheinlich weh getan. Übrigens sollte man auch wirklich festes Schuhwerk anziehen, weil überall natürlich keine Kackekötel rumlagen und man zwangsweise rein treten musste. Der ganze Weg war praktisch damit gepflastert.

Das erste Opfer von vielen


Unser erster Tempel haben wir eigentlich durch Zufall gefunden. Es war ein etwas unscheinbarer Tempel mitten am Straßenrand, aber er sah so interessant aus, dass wir ihn einmal begutachten mussten. Das tolle dabei war, dass es für Ausländer auch englische Übersetzungen gab. So konnten wir zum Beispiel ach eins der Glückslose kaufen und auch herausfinden, wer der Gott dieses Tempels war. Sowas gibt es leider nicht überall und dabei interessiere ich mich für die japanische Götter- und Sagenwelt sehr. Wie ihr sehen könnt, ist der Gott dieses Tempels verrückt nach abgeschabten Eis oder auch Schneeeis. Man sagt, dass wenn man dieses mit dem Gott teilt, man viel Glück haben wird. Man konnte sogar solches Eis gegen eine Spende kaufen. Wir haben uns aber für die Glückslose entschieden und naja... wie man an dem Bild sieht, hatte ich nur sehr kleines Glück.

Der erste Tempel
Nicht so viel Glück gehabt :/
Hier wird die Vorhersage aufgehängt

Übrigens habe ich mich auf dem Rückweg unglaublich erschreckt. Am Ende der Treppe sah ich etwas rotes krabbeln und wie man sieht, hat sich ein kleiner Flußkrebs verirrt. Irgendwie sah er so aus, als würde er mich zum Kampf herausfordern. Das war schon sehr ulkig, aber ein Ehepaar hat sich dem kleinen Krustentier angenommen und ihn wieder in den nahe gelegenen Teich gesetzt.

Come at me bro!!!

Kolosse ohne gleichen


Nachdem wir die Hirsche zum Großteil hinter uns gelassen hatten, sind wir zu einem der Haupttempel gelaufen, dem Yakushi-Ji. Und was soll ich sagen, es war das atemberaubenste Bauwerk, was ich je gesehen habe. Nicht nur weil die Tore und das Hauptgebäude so riesig waren, sondern auch wegen der Buddha, die darin waren. Man kann sich anhand von Bildern nicht vorstellen, wie groß es war. Es war einfach gigantisch. Wir haben erst sogar überlegt, ob wir reingehen und ich bin froh, dass wir es getan haben, weil es mein absolutes Highlight war an der Reise. Mir blieb wirklich der Atem weg und auch jetzt noch bin ich begeistert von dieser Pracht und ziehe meinen Hut vor den Erbauern dieser heiligen Stätte.

Buddha Halle von außern

Einmal spirituelle Reinigung bitte!

Haushoher Buddha


Und heilig war sie wirklich. Man konnte nicht nur viele Opfer bringen und beten, sondern auch Räucherstäbchen entzünden und sie von bösen Geistern befreien. Ich hatte wirklich großen Respekt vor dieser Kultur und habe versucht nichts falsch zu machen, auch beim Beten. Es waren auch viele Mönche und auch Touristengruppen dort. Was ich jedoch echt daneben fand, waren die Souvenierstände IN der heiligen Halle... Aber ok, die gab es wirklich überall und irgendwie schienen auch die Mönche nichts gegen klingelnde Kassen zu haben. Immerhin ist dort alles aus Holz und muss sicherlich ständig in Stand gehalten werden. Dennoch kann ich dieses Erlebnis jedem ans Herz legen. Es war eine unglaubliche Bereicherung.



Übrigens sind wir auch viel gewandert könnte man sagen, denn der Berg in Nara hat viele kleinere Tempel und schauerliche Ecken, die echt sehenswert sind. Leider hat es viel geregnet und wir waren am Ende erledigt und komplett durchnässt.




Übrigens bin ich echt nicht zum Schreiben gekommen, weil der Alltag mich sehr schnell wieder eingeholt hat. Aber ich versuche mind. alle 2 Tage zu schreiben, bis der Reisebericht fertig ist.

Zusatzfotos


Hier sieht man gut, wie schlimm es geregnet hat. (Pagode)

goldene Laternen

Jap, man konnte wohl für größere Möpse beten? 

Sonntag, 20. September 2015

Tag 4: Auf nach Wakayama und weiter mit dem Katzenzug

Die ersten Tage in Kyoto wollten wir tatsächlich nicht dort verbringen. Wir hatten uns stattdessen entschieden rum zu reisen und so viel zu sehen, wie es nur ging. Dazu haben wir uns im Vorfeld schon den Kansai-Railpass geholt, mit dem man alle JR-Züge in der Region nehmen kann. Übrigens ist das Umtauschen an den ausgeschriebenen Orten gar nicht so schwer und wir hatten absolut keine Probleme beim Gebrauch.

Karte von Wakayama

Das Schloss Wakayama


Ursprünglich wollten wir nach Kobe, aber irgendwie kann man nicht so viel in Kobe machen außer eben teures Rind essen und ein paar kleinere Sehenswürdigkeit bestaunen. Zudem wartete noch eine Überraschung auf mich, also sind wir dann doch nach Wakayama gefahren. Zu unserem Erstaunen gab es am Bahnhof eine ausführliche Infostation und wir haben eine Karte der Region bekommen. Irgendwie bekommt man die Überall sehr ausführlich. Also haben wir uns aufgemacht zum Schloss, dass nicht weit vom Bahnhof entfernt war. Ganz genau gesagt, mussten wir immer nur geradeaus laufen und waren nach 15 Minuten schon da.

Eingang zum Schlosspark

Gierige Kois unter der Brücke
Eigentlich war es in Wakayama anfangs nicht so heiß, aber sobald man in den Park dort kam, erschlug es einem förmlich. Das war meine erste Konfrontation mit tropischen Klima außerhalb eines botanischen Gartens. Packt euch ja ein Weschselshirt ein, wenn ihr zu schnellen Schwitzattacken neigt. Oben beim Schloss angekommen, begrüßten uns ein paar verkleidete Männer als Ninjas. Diese sprühten die Besucher mit Wasser ein, als eine Art Abkühlung. Aber nein danke, ich war schon nass genug.

Alte Bäume überall im Park
Der Eintritt ins Schloss war auch nicht so teuer, ich glaube es waren 400Yen. Innen durfte man leider keine Fotos machen, daher kann ich davon auch nicht viel zeigen. Aber es war ein nettes kleines Schloss und die Umgebung war auch richtig toll. Vor allem die Aussicht war echt klasse. Innen gab es eine Art kleine Ausstellung von Rüstungen und Waffen der alten Samurai. Leider für uns weniger aufregend, da alles auf Japanisch war und wir nichts lesen konnten. Generell ist Wakayama anscheinend kein so beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

Plan des Geländes

Schloss Wakayama

Übrigens haben wir uns auch angewöhnt immer recht spät zum Mittag zu essen. Das war nicht immer klug, weil viele Restaurants nur mittags und abends offen hatten. Auf unserem Rückweg vom Schloss sind wir nochmal in das Einkaufszentrum neben dem Bahnhof gegangen und haben da einen kleinen Laden in der Lebensmittelabteilung gefunden, der Curry angeboten hat. Also hab ich mir mein ersten Omurice mit Curry bestellt, was auch nur gebratener Reis in ein Omelette gewickelt ist mit Currysoße. Es war etwas sehr kräftig und das Curry hat nicht so geschmeckt wie das, was ich bisher kannte. Übrigens hatten wir schnell Curry echt über.

Omurice mit Curry

Tamachan und der Katzenzug


Danach ging es nochmal weiter und zwar nach Kichi, einem verträumten Nest eine halbe Stunde von Wakayama entfernt. Das war übrigens mein Geburtstagsgeschenk meiner lieben Freundin C.. Das besondere an Kichi ist, dass sie nicht nur Themenzüge haben, sondern auch der Bahnhof hat ein gewissen Themenhintergrund. Der Master Chef dort ist nämlich Tamachan, eine super süße Calico Katze. Leider ist sie aber schon vor ein paar Wochen verstorben, was natürlich sehr traurig ist. Es gibt auch bereits einen Tama 2, aber den haben wir verpasst... der hatte schon seit einer Stunde Feierabend.

Bahnhof von Kichi

Museumstafel

Hier kann man Essen für Tama 2 und dem Gehilfen Nitama spenden

Daher haben wir uns den Bahnhof angesehen und Kichi selbst. Ein sehr kleines Dorf mit Feldern und sehr alten Häusern. Wir fielen dort schon etwas auf. Aber wer niedliche Züge toll findet, der sollte zumindest mal die Fahrt wagen. Es gibt 3 verschiedenen, von denen wir mit 2 gefahren sind: Katzenzug, Erdbeerzug und Spielzeugzug, aber mit letzterem sind wir nicht gefahren. Danach sind wir auch den weiten Weg nach hause, denn die Rücktour dauerte 3h. Irgendwann gegen 22 Uhr sind wir auch wieder im Hosten angekommen, aber es war ein schöner erster Ausflug.




Selbst die Lampen sind Katzen

 Zusatzfotos

Erdbeerzug (Ichigotrain)


Zikade 
altes Haus in Kichi

Jede Menge Pudel


Donnerstag, 17. September 2015

Tag 3: Einmal Kofferschmusen und ab nach Kyoto

Der dritte Tag war echt eine Erlösung für uns. Immerhin war echt ungewiss, ob die Koffer es noch rechtzeitig zum Hostel nach Osaka schaffen, weil wir am 3. Tag weiter nach Kyoto wollten. Also haben wir unser Zimmer ausgeräumt, Schlüssel abgegeben und genau kurz nach unserem Frühstück waren die Koffer auch schon da. Endlich die eigenen Klamotten. Vor allem bei dem Temperaturen und der Luftfeuchte ein richtiger Segen sich endlich die kurze Hose anziehen zu können. Jedenfalls ging es nach einem schnellen Klamottenwechsel und der Verabschiedung von den Hostelmädels weiter nach Kyoto mit dem Zug.

Bahnhof Kyoto

Die Stadt der Geishas


Kyoto war ja schon immer mein Traumziel. Hier gibt es so unglaublich viele alte Bauwerke und Sehenswürdigkeiten, dass man allein damit schon eine Woche gefüllt hätte können. Uns viel auch gleich am Bahnhof auf, dass sehr viel mehr Westler hier unterwegs waren als in Osaka. Kein Wunder, denn Kyoto ist eines der beliebtesten Reiseziele in Japan. Allein schon wegen der Altstadt Gion und der wunderschönen Geishas.

Futons auf denen wir geschlafen haben

unser Tischlein plus Fernseher

Bad

Nachdem wir in unserem neuem sehr traditionellem Zimmer eingecheckt haben im Hana Hostel Kyoto, wollten wir uns etwas die Bahnhofsgegend anschauen. Irgendwie war uns auch nach Geld ausgeben, also haben wir kleinere Dinge für die Lieben daheim gekauft. Ich hab mich zum Beispiel in der "Toy"-Abteilung rum getrieben und meine erste GachaPon Kugel gezogen aus einem Automaten. Meine liebe Freundin C. tümmelte sich unten in Yodobashi bei den Souvenirs und fand auch schnell etwas für Ihre Schwester. Yodobashi ist übrigens das Einkaufszentrum in dem wir uns am meisten ausgehalten haben, da u.a. auf dem 6. Floor viele leckere Restaurants waren. Dort haben wir am ersten Tag auch gleich mal das Ramen getestet. Geschmacklich war es super, nur leider haben wir es beide nicht vertragen... und auch während der Reise nicht noch mal gegessen. Sicher ist sicher.

Herr A. hat den Anhäger oben Links von mir gezogen bekommen

Im Kyoto-Tower


Genau gegenüber vom Bahnhof befindet sich der Kyoto Tower. Wir sind einfach mal spontan ganz nach oben gefahren und haben uns eine Eintrittskarte gekauft. Die Aussicht hat sich aber auch gelohnt, denn man konnte alles betrachten und hat sogar Ecken gefunden, die man noch gar nicht kannte. Zum Beispiel war das Nintendo Gebäude von Kyoto zu sehen oder eine riesige Buddha Statur mit einem riesigen Friedhof dahinter. Leider haben wir es wegen der knappen Zeit nicht mehr dorthin geschafft, aber es sah wahnsinnig interessant aus. Das Wetter hat an diesem Tag auch noch gut mitgespielt, aber leider wurde es gegen Abend regnerisch und das sollte auch die nächsten Tage nicht anders werden. Viel "Ame"(jap. für Regen) wurde im Wetterbericht genannt.

Kyoto Tower bei Nacht

Da sieht man den Regenfälle schon, viel "Ame"

Der Tempel gleich bei uns um die Ecke (Higashi Hongan-ji)

viel bergige Landschaft, die war wunderschön *.*

Der Buddha dort hinten und die Gräber dahinter

Übrigens hat gefühlt jedes Gebäude oder jede Sehenswürdigkeit ein Maskottchen. Aber wirklich jedes! Selbst das spätere Schloss in Himeji oder Wakayama hatten welche. Und natürlich auch der Kyoto Tower, der ein kleines Towermännchen hatte. Nachdem wir de Tower verlassen haben, gabs noch eine Erinnerungskarte mit einem Foto von uns drauf.

Ein kleiner Schrein samt Maskottchen des Towers
Ansonsten haben wir es an dem Tag ruhig angehen lassen, immerhin wollten wir die nächsten Tage nur mit dem Zug durch die Gegend fahren. Das würde schon anstrengend genug werden. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass Kyoto von der Herzlichkeit ein bisschen zurückhaltender war. Die Stadt war zwar schön, aber auch ein richtiges Touristennest. Irgendwie hat mir Osaka sofort gefehlt, was aber nicht heißen soll, dass Kyoto nicht schön war. Ist glaube ich nur ein persönliches Empfinden. Dennoch sollten wir noch einiges dort zu sehen bekommen.

Zusatzfotos

Heute sogar nur 2 :/

Boobies!!! Und das als Mauspad ^-^

japanischstes Oktoberfest überhaupt, schön mit Sushi und Pizza(?)

Übrigens werde ich erst Samstag wieder schaffen einen Beitrag zu schreiben, da ich Freitag mit den Kollegen auf Arbeit eine Fotorunde machen werde :)


Mittwoch, 16. September 2015

Tag 2: Viel Lärm in Dotonburi und die Überraschung des Abends

Als wir gehört haben, dass am zweiten Tag immer noch keine Koffer unterwegs seinen, war die Stimmung echt unerträglich. Ich konnte meine Klamotten nicht mehr sehen und so langsam haben wir uns auch schon angefangen zu zanken. Kein Wunder, immerhin sollte es ja die Reise unseres Lebens werden und stattdessen gab es Klamottenfrust. Aber wir wollten es nochmal versuchen und ernsthafter nach neuen Sachen schauen.

Shoppingversuch die Zweite


Und nochmal ab ins Forever21. Eigentlich bin ich ein echter Fan dieses Ladens, aber in Japan gibt es leider keine Plus Size Ecke, wo ich ohne Probleme hätte was bekommen können. Die größte Frauengröße war LL. Keine Ahnung was das sein sollte, aber selbst die hat meist nicht gepasst. Selbst meiner lieben Freundin C. bei den Hosen nicht und sie ist eine ganze Ecke schmaler als ich. Es war sehr frustrierend und irgendwann hatte ich auch echt keine Lust mehr. Aber am Ende hab ich dann wenigstens ein Oberteil gekauft, was ich auch sofort angezogen habe für den weiteren Tag. Endlich mal was anderes anziehen! Ich kann euch nur raten ein Bordcase mit zu nehmen und dort wenigstens ein paar Anziehsachen einzupacken. Sicher ist sicher. Zum Glück kann man sich die Sachen wieder erstatten lassen von der Fluggesellschaft, was ich auch machen werde.

Dotonburi die Amüsierstraße


Nach dem Umziehen und einem schnellen Mittagessen sind wir nochmal los nach Dotonburi. Das ist das Amüsierviertel von Osaka könnte man sagen. Vor allem gibt es da viele Imbisse, Restaurants, Pachinko-Hallen und Einkaufsläden. Da war wirklich ordentlich was los und laut war es vor allem. Viele Leute standen vor den Lokalen und haben versucht die Menschen in die Restaurants zu ziehen. Es war schon aufregend, weil wir auch zum ersten Mal die überdachten Einkaufsstraßen gesehen haben, die irgendwie kein Ende nahmen.

Willkommen in Dotonburi
Markenzeichen Dotonburis

überdachte Einkaufsstraße

Vor allem kann man viel Essen dort. Am meisten unser Leibgericht aus Japan: Takoyaki. Das sind Teigkugeln mit Oktopus und verschiedenen Toppings wie Nori oder Majo. Leider haben wir dort keine gegessen, weil wir noch so satt waren vom Mittagessen. Aber das haben wir später noch nachgeholt in Osaka. Übrigens haben wir uns auch etwas fernab von der Touristenecke rumgetrieben und sind irgendwie bei der etwas dunkleren Ecke gelandet. Naja, sagen wir mal in der Ecke wo man sich anderweitig amüsieren konnte, sprich den Love-Hotels. Schön zu sehen an den Herzchen und den entsprechenden Stundenpreisen. Dort kann man mit seiner neuen Bekanntschaft halt für sich sein, ne ;). Ach ja und wir haben Fugu gefunden, also der bekannte Kugelfisch, der zum Sterben gut sein soll.

Takoyaki-Verkaufsstand

lebender Kugelfisch (Fugu)... jammi

Den Den - Das Akihabara Osaka's


Nachdem wir relativ schnell aus Dotonburi raus waren, wollte ich gern noch nach Den Den, weil es nicht weit weg war. Wir haben uns zwar recht schnell verlaufen, weil ich dummerweise die Karte verkehrt gelesen hatte, aber schließlich haben wir doch die "Otaku"-Ecke gefunden, auch, wenn es etwas enttäuschend war. Ursprünglich wollten wir ein bisschen Merchandise kaufen und in ein Maidcafe. Die Maids haben wir zwar gefunden, aber irgendwie haben wir uns dann doch nicht getraut. Die Läden waren leer und eigentlich sind ja solche Lokale eher etwas für Männer.

Taito Spielpalast

Also sind wir weiter gezogen und auf allerlei Skurriles gestoßen. Zum Beispiel Spielhöllen, die so ganz anders waren als man sich das vorstellt. Gar nicht so viele Arcade Maschinen, sondern eher Greifarme und vieles, wo man interaktiv spielen konnte. Und die Läden mit Merchandise waren irgendwie sehr geschlechterabhängig. In dem einen gab es nur schicke Anime-Boy-Sachen für Mädchen oder knapp bekleidete Anime-Girls für Jungs. Hei, aber immerhin was für beide da.

Anime Mädels

Die Rettung des Urlaubs


Nachdem uns schon die Beine geschmerzt haben vom vielen Rumlaufen, sind wir pünktlich noch vor 19 Uhr wieder im Hostel angekommen. Wir wollten nochmal bei der Hotline anrufen, ob es denn nun schon etwas neues zu unseren Koffern gibt. Wie auch beim letzten Mal waren die Mädels vom J-Hoppers Osaka super nett und haben für uns mit den Leuten dort gesprochen. Immerhin können die sich viel besser verständigen in Japanisch. Und tatsächlich, endlich die gute Nachricht, dass unsere Koffer gefunden wurden. Wir waren sooooo glücklich!!! Ohne Witz, wir sind uns gleich in die Arme gefallen und uns war zum Feiern zumute. Also sollten sie noch vor unserem Hostelwechsel nach Kyoto ankommen. Endlich unsere eigenen Klamotten und unsere Pflegeprodukte.

Zur Feier des Abends haben wir in unserem Hostel gleich mal den Bier-Automaten geplündert und haben die Mädels gefragt, wo man denn noch in der Nähe gutes Takoyaki her bekommt. Die Antwort war Kasu Boy, ein echter Geheimtipp. Die Takoyaki waren der Wahnsinn und haben bei der guten Nachricht gleich doppelt so gut geschmeckt. Falls ihr jemals in Osaka seit, fragt im J-Hoppers nach deren Stamm-Takoyaki-Laden, ihr werdet es nicht bereuen.

deutsches Bier im japanischen Automaten
Zusatzfotos

Dieses Mal nur ein paar Extrabilder, da irgendwie nicht so viel da war zum Fotografieren.

Spielhölle

Idols und ihre Fans

Joa, irgendwie ist das Cosplaykram

Tiere in kleinen Käfigen im Schaufenster :/